Von Stuttgart aus ging es nach Friedrichshafen mit dem Zug und dann weiter mit dem Schnellkatamaran über den Bodensee nach Konstanz. Dort gab es zur Stärkung ein kleines Zitroneneis.
Da die SBB kurzfristig Bauarbeiten angebracht hat, fahren dieses Wochenende keine Züge zwischen Konstanz und Kreuzlingen, also musste ich den Kilometer vom bahnhof Konstanz bis zum Bahnhof Kreuzlingen laufen. Also Grenze zu Fuß passieren - dabei kam ich auf irgendeiner Nebenstraße raus, anstatt am Hauptzoll - bin dann aber dennoch dort lang gekommen.
In Kreuzlingen gab es erstmal die üblichen obligatorischen Dinge im Ausland zu erledigen: 1) Geld abheben - schließlich muss ich (trotz immer häufig werdender) Kartenzahlung auch Bargeld dabei haben 2) eine neue SIM-Karte kaufen, denn die Schweiz ist nicht in der EU - und somit ist das Datenroaming dort auch nicht möglich. Also zum Kiosk am Bahnhof und zum Preise von 20 Schwiizer Fränkli eine SIM-Karte geholt, 300GB an Daten sollten reichen (war das günstigste Angebot...). Beim Dritten Versuch lies sich die Karte dann auch aktivieren und ich konnte mich sowohl bei Interrail als auch Traewelling anmelden.
Dann ging es in den Zug weiter nach St. Gallen. Dort gibt es ein Stadtbahnsystem "Appenzeller Bahn", welche sowohl auf Eisenbahngleisen als auch als "Stadtbahn" in die Innenstadt fährt - da es in Interrail inbegriffen ist, ging es also damit weiter in das Stadtzentrum rein. Sankt Gallen an sich ist ein kleines Städtchen mit kleinen Gässchen.
Nach einer Stunde Stadtbummel ging es am Bahnhof noch kurz in den coop, das ist mit das einzige was offen hat. Und weiter mit dem IR (Interregio) bis Buchs SG. Dort fuhr ein Bus nach Schaan und Nendeln, im Fürstentum Liechtenstein, wo ich heute übernachte - somit der zweite Grenzübertritt. Immer noch nicht EU - und auch die Währung hat sich nicht geändert. Die Busse in Liechtenstein darf ich dank digitale Gästekarte, die es zu meinem Zimmer in der Unterkunft gab, heute und morgen kostenlos nutzen. Zu meinem Erstaunen musste ich die SIM-Karte gleich wieder wechseln, denn, auch wenn man in Liechtenstein mit Schweizer Franken bezahlt, gilt hier EU-Roaming - dafür geht natürlich meine schweizer SIM nicht, aber ich hab ja ne deutsche, die nehme ich jetzt in Liechtenstein.
Und zum Abendessen musste auch noch was gefunden werden - da aber Sonntag ist und scheinbar hier im Fürstentum Liechtenstein auch die Bürgersteige nie runtergeklappt wurden, ging es nochmal nach Buchs in die Schweiz, dort war dann etwas mehr los - und auch etwas zu Essen gab es. Alles in Allem ein wundervoller erster Urlaubstag. Im Anhang sind noch Bilder.
Der Schnellkatamaran
Friedrichshafen vom Bodensee aus
Der Bodensee
Sankt Gallen Innenstadt
Der rote Autoteppich von Sankt Gallen
Sonnenuntergang in den Alpen